Du überlegst, ob sich ein Urlaub in Montenegro lohnt? Wenn du Meer und Berge liebst und in einer Woche ganz unterschiedliche Orte sehen willst, dann ja. Es gibt aber auch Nachteile, die du besser vorher kennst: Serpentinen, Staus im Sommer, teure Strandliegen und volle Strände im Juli und August. Meine Erfahrungen mit dem Urlaub in Montenegro habe ich in zwei Listen gepackt, mit Preisen von 2026 und praktischen Tipps.
Ich bin Mariia Sosnina, lebe in Montenegro und fotografiere hier Hochzeiten und Fotoshootings. Deshalb bin ich das ganze Jahr im Land unterwegs, von der Küste bis in die Berge im Norden. Was du hier liest, ist meine persönliche Sicht, ohne Werbeversprechen.


Das Wichtigste in Kürze
- Montenegro passt zu allen, die auf einer Reise Meer und Berge verbinden möchten: Von der Küste bis zum Durmitor sind es mit dem Auto etwa 2,5 bis 3 Stunden.
- Ein Urlaub in Montenegro ist insgesamt günstiger als in Kroatien und Italien: Kaffee gibt es ab 1,50 €, Pizza oder Pasta für 12 bis 20 €, und die Portionen sind riesig.
- Überraschend teuer sind in Montenegro die Strandliegen (15 bis 20 € für zwei Personen, in Beachclubs ab 50 €) und importierter Wein: Er kostet zwei- bis dreimal so viel wie in der EU.
- Montenegro ist ein sehr sicheres Land: Überfälle auf der Straße gibt es nicht, und am Strand bleiben die Sachen beim Baden einfach liegen.
- Die beste Reisezeit für Montenegro ist der September: Ab der zweiten Woche wird es spürbar leerer, und das Meer ist noch warm.
- Am bequemsten bist du in Montenegro mit dem Auto unterwegs: Uber gibt es nicht, und ein Taxi ist im Sommer oft kaum zu bekommen.
Welche Vor- und Nachteile hat Montenegro auf einen Blick?
Montenegro hat aus meiner Sicht zehn Vorteile und elf Nachteile: In der Tabelle stehen sie nebeneinander, weiter unten erzähle ich zu jedem Punkt mehr.
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| 1. Günstiger als Kroatien und Italien | 1. Serpentinen und rücksichtslose Fahrer |
| 2. Viele verschiedene Orte in einer Woche | 2. Staus im Sommer |
| 3. Sauberes, türkisblaues Meer | 3. Umständliche öffentliche Verkehrsmittel |
| 4. Fleischküche und riesige Portionen | 4. Menschenmassen im Juli und August |
| 5. Sehr sicher | 5. Teure Strandliegen |
| 6. Herzliche Einheimische | 6. Guter Wein ist teuer |
| 7. Ruhe | 7. Überteuerte Restaurants an der Küste |
| 8. Schönes Licht und Ausblicke überall | 8. Wenig zu tun bei Regen und im Winter |
| 9. Wandern im Norden | 9. Gebühren am Geldautomaten |
| 10. Einsame Strände per Boot | 10. Leitungswasser besser nicht trinken |
| 11. Müll an Aussichtspunkten |
Gut zu wissen: Staus und Gedränge gibt es vor allem im Juli und August, in den anderen Monaten betrifft dich ein Teil der Nachteile also gar nicht.




Was spricht für einen Urlaub in Montenegro?
Für einen Urlaub in Montenegro sprechen vor allem das saubere Meer, die nahen Berge, die Sicherheit, gutes Essen und viel Ruhe. Hier sind zehn Vorteile, für die ich dieses Land liebe.
1. Günstiger als Kroatien und Italien
Kaffee kostet hier ab 1,50 €, Pizza oder Pasta 12 bis 20 €, und die Portionen sind riesig. Billig ist allerdings nicht alles: Was es mit Strandliegen, Wein und Restaurants an der Küste auf sich hat, liest du bei den Nachteilen.
2. Viele verschiedene Orte in einer Woche
Montenegro ist klein, aber auf diesem kompakten Stück Land liegen erstaunlich viele ganz unterschiedliche Orte. In einer Woche kannst du am Strand liegen, in den Bergen wandern und Nationalparks besuchen, die vom Meer nur wenige Autostunden entfernt sind.
Vom Meer in die Berge sind es etwa 2,5 bis 3 Stunden pro Strecke, deshalb klappt ein Tagesausflug zum Durmitor oder nach Kolašin problemlos. Die neue Autobahn von Podgorica Richtung Kolašin hat die Fahrt in den Norden spürbar verkürzt. Du kannst sogar eine Rundtour daraus machen: hinauf zum Durmitor, über den Sedlo-Pass und am Piva-See vorbei zurück an die Küste.
Wenn du wenig Zeit hast, fang mit dem Lovćen an: Von dort hast du einen der schönsten Blicke auf die Bucht von Kotor. Von Kotor fährt die Seilbahn Kotor Cable Car hinauf, allerdings nur in der Saison, und bei starkem Wind steht sie still. Auch die anderen Nationalparks in Montenegro sind mindestens einen Tag wert.
3. Sauberes, türkisblaues Meer
Das Meer in Montenegro ist sehr sauber, klar und türkisblau, die Adria ist hier unglaublich schön. Am besten badet man von Juni bis August, manchen ist das Wasser aber schon im April warm genug. Ende Oktober 2026 hatte das Wasser noch etwa 21 Grad, und man konnte ganz entspannt baden.
Die Strände sind sehr unterschiedlich. In der Bucht von Kotor badet man meist von Pontons aus. An der Budva-Riviera gibt es Kiesstrände, teils mit sehr feinem Kies: Der Strand Jaz wirkt fast wie ein Sandstrand, ist aber trotzdem ein Kiesstrand. Auch bei Sveti Stefan und in Petrovac liegst du auf Kies.
Ganz anders ist die Velika Plaža in Ulcinj. Der Sand ist dort dunkelgrau, der Strand weit und offen, das Wasser flach, und im Sommer wird es sehr heiß, sodass der Sand richtig glüht. Die Stimmung erinnert fast an Asien und hat mit dem Rest von Montenegro wenig gemeinsam. Ruhige Buchten suchst du dagegen am besten auf der Halbinsel Luštica.
4. Fleischküche, Käse und riesige Portionen
Die montenegrinische Küche ist von jeher eine Fleischküche. Wenn du gern Fleisch isst, probier unbedingt Ćevapi, Pljeskavica und Fleisch, das unter der Sač geschmort wird, einer Eisenglocke mit Glut obendrauf. Außerdem empfehle ich dir den Käse aus der Region, Oliven und Pršut vom Rind: Jamón und Pršut vom Schwein kennt jeder, in Montenegro gibt es den Schinken aber auch vom Rind, und er schmeckt richtig gut. An der Küste ist der Fisch frisch.
Die Portionen sind fast überall riesig, außer vielleicht im Gourmetrestaurant. Zu zweit reichen zwei Hauptgerichte und ein Salat, manchmal sogar ein einziges Hauptgericht. Schau auch mal auf einem Markt vorbei: Dort darfst du alles probieren, und man schenkt dir Wein und Rakija ein, das gehört hier einfach dazu. Manchmal wird daraus fast ein Frühstück.



5. Sehr sicher
Montenegro ist ein sehr sicheres Land. Überfälle auf der Straße gibt es nicht, und dass Frauen belästigt werden, habe ich noch nie gehört. Die Leute lassen ihr Auto mit laufendem Motor und steckendem Schlüssel stehen, während sie kurz in den Laden gehen, und ihre Sachen am Strand liegen, während sie baden.
Nur eines habe ich gehört: Am Strand Jaz wird im Sommer schon mal eine Autoscheibe eingeschlagen, wenn etwas sichtbar am Fenster liegt. Meist sind das Diebe, die eigens für die Saison anreisen. Die üblichen Vorsichtsmaßnahmen solltest du also trotzdem beachten.
6. Herzliche Einheimische
Die Einheimischen sind wirklich herzlich und helfen ganz selbstverständlich, wenn du in der Klemme steckst. Auf der Straße hält immer jemand an, und im Norden wirst du womöglich bewirtet und bekommst sogar ein Bett für die Nacht. In der Hochsaison triffst du an der Küste allerdings nicht so viele Einheimische: Urlauber werden vor allem von Saisonkräften bedient, die nur für den Sommer herkommen.
Das berühmte montenegrinische „polako“ (immer mit der Ruhe) bekommen Urlauber kaum zu spüren: Im Sommer läuft an der Küste alles schnell. Eher begegnet es denen, die für länger herziehen. Mehr dazu erzähle ich im Artikel über die Vor- und Nachteile des Lebens in Montenegro.
Englisch verstehen immer mehr Leute, auch Taxifahrer, und zur Not hilft die Übersetzer-App auf dem Handy.

7. Ruhe
In Montenegro scheint das Leben ein wenig stillzustehen. Ich schaue auf die Berge und das Meer, und mir wird warm und ruhig ums Herz. Wenn du dich vom Lärm und der Hektik der Stadt erholen willst, passiert das hier ganz von allein.
8. Schönes Licht und Ausblicke überall
In Montenegro reichen die Berge bis ans Wasser, deshalb hast du fast überall, wohin du schaust, einen schönen Ausblick. Die Sonnenuntergänge und das Licht sind hier großartig, und der Blick bleibt ständig an etwas hängen: an der Altstadt von Kotor, an den Hängen über der Bucht von Kotor oder an der Insel Sveti Stefan. Mich beeindrucken und inspirieren diese Ausblicke bis heute.
Jedes Mal, wenn ich aus dem Haus gehe, schaue ich in irgendeine Richtung und denke: Wie schön. Und egal, wohin ich fahre, überall ist es so.Mariia Sosnina
Kein Wunder, dass man in Montenegro ständig fotografieren möchte, und zwar nicht nur mit dem Handy.
Wenn du aus dem Urlaub nicht nur Erinnerungen, sondern auch schöne Fotos mitnehmen möchtest, buch ein Fotoshooting auf deiner Reise. Wir fotografieren ohne Inszenierung, dafür mit Humor und Sinn: Posieren musst du nicht, entspann dich einfach und sei du selbst. Ideen, wo man fotografieren kann, findest du in unserer Auswahl an Orten für ein Fotoshooting in Montenegro.
9. Wandern im Norden
Wenn du gern wanderst, wird dir Montenegro gefallen. Der Norden ist unglaublich schön und hat sehr viele Routen: rund um Žabljak im Durmitor oder im Gebirge Prokletije. Auch nahe am Meer gibt es eine gute Tour: Der Wanderweg von Kotor zum Lovćen ist anstrengend und hat viele Höhenmeter, aber die Aussicht oben lohnt sich.
10. Einsame Strände, aber nur per Boot
Einen leeren Strand findest du im Sommer nicht, mit einer Ausnahme. Hinter der Insel Sveti Nikola vor Budva liegen winzige Strände, die man nur über das Wasser erreicht. Sprich mit einem Bootsführer, er bringt dich hin, und dann springst du ins Wasser und hast den Strand fast für dich allein. Wenn dir eher nach Musik, Cocktails und Service am Wasser ist, schau in unsere Auswahl der Beachclubs in Montenegro.
Welche Nachteile hat Montenegro?
Die größten Nachteile von Montenegro für Urlauber sind Serpentinen und Staus im Sommer, umständliche öffentliche Verkehrsmittel, Menschenmassen im Juli und August und teure Strandliegen.
1. Serpentinen und rücksichtslose Fahrer
Große Straßen gibt es in Montenegro wenige, an der Küste fehlt eine Autobahn, und in die Berge führt fast immer eine Serpentinenstraße. Der Asphalt ist stellenweise sehr glatt, also fahr in den Kurven langsamer. Die Einheimischen fahren ruppig: Sie überholen in unübersichtlichen Kurven und ziehen auf die Gegenfahrbahn. Inzwischen stehen aber überall Kameras, und das Fahren ist deutlich entspannter geworden.
Die Kotor-Serpentine, die Straße von Kotor zum Lovćen, ist sehr schmal. Im Sommer fahren dort trotz Verbot Busse hinauf, und im Stau kann man gut zwei Stunden stehen. Zum Lovćen fährst du besser über Cetinje, auf der neuen, bequemen Straße ohne Stau.
Wenn du selbst fährst, rate ich dir Folgendes:
- Prüf die Reifen am Mietwagen: Sie dürfen nicht abgefahren sein.
- Vertrau Google Maps nicht blind. Die App schickt dich manchmal über sehr enge Wege, bleib also lieber auf bekannten, normalen Straßen.
- Halte dich an die Regeln und sei höflich zur Polizei. Die Polizisten hier sind freundlich und helfen gern weiter, aber wenn eine Kamera einen Verstoß aufgezeichnet hat, musst du das Bußgeld zahlen.
2. Staus im Sommer
Im Sommer gibt es an der Küste lange Staus. Im August staut es sich ständig an der Einfahrt nach Budva und vor Kotor aus Richtung Tivat, und Tivat selbst ist in der Saison auf der Strecke vom Flughafen ins Zentrum fast lahmgelegt. Das bleibt so, bis um die Küstenstädte Umgehungsstraßen gebaut sind.
3. Umständliche öffentliche Verkehrsmittel
Zwischen den Städten fahren Busse, aber Verspätungen kommen vor, und im Sommer stecken sie im selben Stau. Am einfachsten steigst du am Busbahnhof ein, und bezahlt wird bar beim Fahrer: keine Kartenzahlung, keine Drehkreuze, alles ganz wie früher.
Uber und ähnliche Dienste gibt es hier nicht. Ein Taxi bestellt man per Nachricht über Viber oder WhatsApp bei einer bestimmten Firma, und jede Stadt hat ihre eigenen. Auf eine Warteliste setzt dich niemand: Im Sommer bekommst du womöglich einfach die Antwort, dass kein Wagen frei ist, und damit hat es sich. Billig ist ein Taxi, gerade im Sommer, auch nicht. In Podgorica gibt es allerdings ein praktisches Tesla-Taxi, das man über die App TeslaGo bestellt.
Der bekannteste Zug fährt auf der Strecke Bar-Belgrad. Die Fahrt ist wunderschön, aber der Zug ist alt, es gibt Verspätungen, er kann mitten auf der Strecke stehen bleiben, und manchmal fällt die Klimaanlage aus. Mitfahren lohnt sich, wenn du das Abenteuer magst.
4. Menschenmassen im Juli und August
Die Hochsaison in Montenegro fällt auf Juli und August, und einen leeren Strand brauchst du dann gar nicht erst zu suchen. Ab der zweiten Septemberwoche wird es schlagartig leerer.
Die Blaue Grotte ist in den letzten Jahren sehr beliebt geworden, und im Sommer stauen sich davor regelrecht die Boote. Einen Ausflug dorthin kannst du zum Beispiel am Strand Žanjice buchen, aber stell dich auf viele Leute ein.

5. Teure Strandliegen
Strandliegen sind in Montenegro teurer, als die meisten Urlauber erwarten. Meist wird der Preis gleich für zwei Personen genannt: zwei Liegen, ein Tischchen und ein Sonnenschirm.
Was ein Strandtag zu zweit kostet
Preise im Sommer 2026
Je näher am Wasser und je angesagter der Ort, desto teurer.
Wer nicht für Liegen zahlen möchte, denkt an Vorteil 10: die Strände, die man nur mit dem Boot erreicht.
6. Guter Wein ist nicht billig und nicht in jedem Laden zu finden
Beim Wein in Montenegro muss man wissen, was man kauft: Massenware und selbstgemachter Wein lohnen sich nicht. Guten montenegrinischen Wein gibt es, er kann aber teurer sein als italienischer oder kroatischer. Er kommt von kleinen Weingütern, die vor allem Restaurants beliefern, deshalb findest du im Supermarkt kaum guten Wein. Eine Flasche des einfachsten heimischen Plantaže kostet im Restaurant mindestens 15 bis 20 €, ein Fläschchen mit 187 ml (etwa anderthalb Gläser) 7 bis 8 €. Auch serbische Weine bekommst du fast überall.
Italienischen und französischen Wein gibt es in guten Restaurants, aber die Preise sind gesalzen. Montenegro gehört nicht zur EU, deshalb kostet importierter Wein zwei- bis dreimal so viel wie in EU-Ländern.
Zum Glück kaufst du guten Wein nicht nur im Restaurant: Montenegro hat auch Weinhandlungen. In Tivat und Budva findest du Läden mit großer Auswahl an Balkanweinen, ein weiterer liegt an der Straße zwischen Perast und Kotor. Wine Empire in Tivat hat eine tolle Auswahl an europäischen Weinen, und auch in Podgorica gibt es mehrere Weinläden.
7. Überteuerte Restaurants an der Küste
Restaurants mit Landesküche sind an der Küste etwas überteuert. Rechne mit 15 bis 20 € pro Person, Alkohol ist darin meist noch nicht enthalten. Die Küste lebt vom Tourismus, für echte Landesküche und das Leben, wie es hier wirklich ist, fährst du besser in den Norden.
8. Wenig zu tun bei Regen und im Winter
Montenegro ist für den Sommerurlaub bei gutem Wetter gemacht, bei Regen gibt es hier kaum etwas zu tun. Es gibt keine überdachten Wasserparks, keine großen Museen und auch sonst kaum Unterhaltung unter einem Dach, alles ist klein und überschaubar. Das Aquarium in Kotor ist winzig, in 30 Minuten hast du es gesehen. Bleiben noch Hotels mit Spa und Shopping in Podgorica.
Im Winter wird es sehr früh dunkel, gegen 16 Uhr: Die Sonne verschwindet hinter den Bergen, und sofort wird es kälter. Dafür gibt es kleine Weihnachtsmärkte mit Glühwein, der hier kuvano vino heißt, und an Silvester gute Konzerte, meist mit Künstlern aus der Region.

9. Gebühren am Geldautomaten und kaum Wechselstuben
Mit Karte zahlst du in Montenegro fast überall, außer auf Märkten, in kleinen Läden mit hausgemachten Produkten und auf manchen Parkplätzen, also hab immer etwas Bargeld dabei. Nur kostet das Abheben extra: Der Automat einer Bank nimmt etwa 3 € plus die Gebühr deiner eigenen Bank, an Automaten unabhängiger Betreiber zahlst du rund 6 €. Wechselstuben gibt es kaum, Geld tauscht man in der Bank, und die Auswahl an Währungen ist dort klein.
10. Leitungswasser besser nicht trinken
Leitungswasser würde ich nicht trinken. Das liegt nicht an schlechter Qualität: Das Wasser kommt aus den Bergen und enthält sehr viele Mineralsalze. Zum Trinken kaufst du am einfachsten Wasser in Flaschen.
11. Müll an Aussichtspunkten
Große, ausgebaute Aussichtsplattformen gibt es in Montenegro kaum. Meist ist ein Aussichtspunkt hier einfach eine Stelle an der Straße mit schönem Blick, an der man das Auto abstellen kann. Manche dieser Stellen sind vermüllt. Müll liegt auch anderswo herum, aber Schönheit liegt im Auge des Betrachters: Wenn du nicht darauf starrst, verdirbt dir der Müll den Eindruck nicht.
Übrigens stehen die Berge hier direkt am Wasser, deshalb findest du auf fast jeder Route einen Hintergrund für Fotos, und bei Sonnenuntergang ist das Licht wunderschön. Ein Fotoshooting lässt sich also leicht in die Reise einbauen. Schreib uns, wenn du in Montenegro bist, dann vereinbaren wir einen Termin.
Wann ist die beste Reisezeit für Montenegro?
Die beste Reisezeit für Montenegro ist der September, die Nachsaison. Der September ist mein Lieblingsmonat: Es sind weniger Leute da, und der Sommer ist noch nicht vorbei.
| Wann | Was dich erwartet |
|---|---|
| April und Mai | Baden geht, wenn du kein sehr warmes Wasser brauchst. In Budva stehen im Mai schon die Strandliegen, viele Beachclubs haben aber noch zu. |
| Juni | Das Meer ist gut aufgewärmt, Beachclubs und fast alle Restaurants haben geöffnet. An der Riviera von Ulcinj beginnt die Saison später. |
| Juli und August | Hochsaison: Hitze, warmes Meer, Menschenmassen und Staus. |
| September | Nachsaison: Das Wasser ist noch warm, es kommen immer weniger Urlauber, aber es kann regnen. |
| Oktober | Ruhig, und baden kann man noch. |
| November bis März | Die Strände sind zu, aber in Budva, Tivat, Herceg Novi und Kotor geht der Alltag ganz normal weiter. Die ganz Harten baden auch im Winter, wenn kein Wind weht. |
Egal, für welchen Monat du dich entscheidest: Am bequemsten bist du im Land mit dem Auto unterwegs.
Braucht man in Montenegro ein Auto?
Ein Auto ist in Montenegro sehr praktisch, und ich rate immer dazu: Die Strecken sind toll, es gibt viele spannende Orte, und du kannst anhalten, wo und wann du willst. Wichtig ist nur, richtig zu parken. Stell das Auto nie an Stellen ab, die nicht zum Parken ausgewiesen sind, achte auf die Schilder und bezahl das Parken oder nimm einen gebührenpflichtigen Parkplatz mit Schranke. Im Sommer kostet eine Stunde Parken etwa 1,50 bis 2 €, mancherorts etwas mehr.
Parken auf der Straße zahlt man per SMS, mit einer ausländischen Nummer klappt das aber anscheinend nicht. Auf den Schildern steht eine App zum Bezahlen, doch beim letzten Mal konnte ich mich darin nicht registrieren, deshalb ist ein Parkplatz mit Schranke die sicherere Wahl. Den Mietwagen buchst du am besten schon vor der Reise.
Was kostet ein Urlaub in Montenegro 2026?
Ein Urlaub in Montenegro ist 2026 insgesamt günstiger als in Kroatien und Italien, aber Strandliegen und importierter Wein kosten mehr, als du erwartest. An diesen Preisen kannst du dich orientieren.
| Was | Preis |
|---|---|
| Kaffee | 1,50-2,50 € |
| Bier Nikšićko, 0,5 l | etwa 5 € |
| Flasche Plantaže-Wein | ab 15-20 € |
| Wein, Fläschchen mit 187 ml | 7-8 € |
| Pizza oder Pasta | 12-20 € |
| Fisch und Meeresfrüchte im normalen Restaurant | ab 15-18 € pro Gericht |
| Fisch nach Gewicht im Fischrestaurant | etwa 70-90 € pro kg |
| Landesküche an der Küste | 15-20 € pro Person |
| Restaurant mit Meeresfrüchten | ab 50 € pro Person |
| Strandliegen für zwei | 15-20 €, in der ersten Reihe bis 40 € |
| Beachclub | ab 50 € bis 100 € und mehr |
| Ferienwohnung im Sommer | ab 100 € pro Nacht |
| Hotel am Strand im Sommer | 300-400 € pro Nacht |
| Parken im Sommer | etwa 1,50-2 € pro Stunde |
Wo übernachtet man in Montenegro am besten?
Hotels gibt es in Montenegro eher wenige, dafür werden sehr viele Ferienwohnungen mit Küche vermietet, vor allem in den Städten. Eine Unterkunft unter 100 € pro Nacht findest du im Sommer zwar, aber meist ist sie dann ziemlich schlecht, weit vom Meer entfernt oder liegt „hinterm Berg“, von wo du nur umständlich zum Strand kommst. Buch über Booking, Airbnb oder die offiziellen Kontakte des Hotels und überweise nie Geld auf private Absprache. Wenn du in der Altstadt wohnen möchtest, schau in unseren Guide zu den Hotels in Kotor.
Wie viel Trinkgeld gibt man in Montenegro?
Ich gebe immer etwa 10 % Trinkgeld und rate dir dasselbe. Im Preis ist das Trinkgeld nur sehr selten enthalten, und Kellner sind meist zum Mindestlohn von 600 € im Monat angestellt, weil fest mit Trinkgeld gerechnet wird. Weniger geht auch, aber 10 % sind hier üblich. Auch im Taxi und anderswo freut man sich immer über Trinkgeld. Und wenn mir etwas gar nicht gefallen hat, gebe ich nichts.



Was sollte man vor einer Reise nach Montenegro noch wissen?
Vor einer Reise nach Montenegro helfen ein paar praktische Kleinigkeiten: wie du an eine SIM-Karte kommst, wo du ein Boot nimmst und was du im Kloster trägst.
- Mobilfunk. Eine lokale SIM-Karte bekommst du am Flughafen, es gibt Pakete für Touristen. Da Montenegro nicht zur EU gehört, hängt es von deinem Anbieter ab, ob EU-Roaming gilt. Eine lokale eSIM kannst du auch online kaufen: Du brauchst nur deinen Reisepass, und die Prüfung dauert ein paar Minuten.
- Flughafen. In Tivat und Podgorica bestellst du besser vorab einen Transfer oder gehst zum offiziellen Taxischalter, statt in das erstbeste Auto am Ausgang zu steigen.
- Skutarisee. Der Skutarisee ist der größte See auf dem Balkan, und für eine Bootsfahrt startest du besser nicht in Virpazar, sondern in Rijeka Crnojevića: Dort beginnen die schönen Flussarme fast sofort. Von Virpazar fährst du 30 bis 40 Minuten bis zu den sehenswerten Stellen, der Ausflug dauert also etwa zwei Stunden, und dazu kommt der Eintritt in den Nationalpark, 5 € pro Person und Tag. Gut möglich, dass du den Eintritt in den Park auch in Rijeka Crnojevića zahlen musst.
- Boote in der Bucht von Kotor. In Perast geh gleich zum Hauptanleger: Das Boot zur Insel Gospa od Škrpjela und zurück kostet 5 € pro Person. Auf dem Parkplatz bietet man dir für 35 € eine „private boat tour“ an, setzt dich dann aber in dasselbe kleine Gruppenboot.
- Klöster und Kirchen. Die bekanntesten Klöster sind Cetinje und Ostrog. In Shorts, Badesachen, Flip-Flops, kurzem Rock oder bauchfrei kommst du nicht hinein. Ein Kopftuch ist keine Pflicht, die Schultern bedeckst du besser, streng kontrolliert wird das aber nicht. In der Altstadt von Budva und in Kotor gibt es viele Kirchen und in jede darfst du hinein.
- Gesundheit. Eine Auslandskrankenversicherung brauchst du unbedingt. Apotheken, auch mit Nachtdienst, gibt es überall, Antibiotika bekommst du aber nur auf Rezept, also nimm deine Medikamente mit. Wenn dein Blutdruck gern schwankt, pack ein Messgerät ein: Auf den Serpentinen kann er verrücktspielen.
- Feste. Jede Stadt hat ihre eigenen kleinen Feste. In Perast fahren die Einheimischen am 22. Juli bei der Fašinada mit Booten zur Insel, in Kotor gibt es einen Kostümkarneval. An diesen Tagen ist es meist voll, prüf die Termine vorher.
Ihr wollt in Montenegro heiraten?
In Montenegro könnt ihr am Meer heiraten, in einer alten Steinstadt oder in einer Villa. Wenn ihr gerade darüber nachdenkt, fangt mit unseren Guides an:
- Hochzeitslocations in Montenegro: Arten, Vor- und Nachteile, Beispiele.
- Was das Fest kostet: Kosten einer Hochzeit in Montenegro.
- 10 Gründe für eine Hochzeit in Montenegro, falls ihr noch zweifelt.
- Dokumente und Ablauf: so heiratet ihr offiziell in Montenegro.
- Wer alles organisiert: wie ihr einen Hochzeitsplaner in Montenegro auswählt.
- Wer euren Tag festhält: wie ihr einen Hochzeitsfotografen in Montenegro auswählt.
Wir, Mariia Sosnina und Vasilii Khmelev, fotografieren und filmen Hochzeiten ohne Inszenierung, dafür mit Humor und Sinn: Posieren müsst ihr nicht, entspannt euch einfach und seid ihr selbst. Unser Hochzeitsfilm dauert etwa 10 Minuten, ist in 4K gedreht und hat echten Ton: Man hört eure Gelübde, euer Lachen und die Stimmen der Gäste. Schaut euch unsere Hochzeiten in Montenegro an, dann seht ihr, ob euch unser Stil liegt.
Ohne Planer ist eine Hochzeit hier schwer vorzubereiten: Location, Dienstleister und den Tag selbst muss jemand in der Hand haben. Ihr sucht einen Hochzeitsfotografen in Montenegro und einen zuverlässigen Planer? Schreibt uns: Wir empfehlen euch einen bewährten Planer, er fragt bei den Locations freie Termine an und stellt einen Kostenvoranschlag für eure Gästezahl zusammen, und Foto und Video übernehmen wir.
Häufige Fragen
Ist ein Urlaub in Montenegro sicher?
Ja, Montenegro ist sehr sicher: Überfälle auf der Straße gibt es nicht, und am Strand lassen die Leute ihre Sachen einfach liegen. Nur eines solltest du wissen: Am Strand Jaz wird im Sommer schon mal eine Autoscheibe eingeschlagen, wenn etwas am Fenster liegt.
Lohnt sich ein Urlaub in Montenegro?
Ja, vor allem wenn du Abwechslung suchst: Auf einer einzigen Reise schaffst du hier Meer und Berge. Wer im August einen ruhigen Strand erwartet oder sich auf Busse verlassen möchte, fährt besser im September und nimmt ein Auto.
Ist Urlaub in Montenegro teuer?
Nach meiner Erfahrung ist er günstiger als in Kroatien und Italien. Kaffee kostet ab 1,50 €, Pizza oder Pasta 12 bis 20 €, und die Portionen sind riesig. Teurer als erwartet sind meist die Strandliegen: 15 bis 20 € für zwei Personen, in Beachclubs ab 50 €.
Wann ist die beste Reisezeit für Montenegro?
Am besten im September: Ab der zweiten Woche wird es spürbar leerer, das Wasser ist warm, und es ist noch Sommer. Mit Kindern reisen viele im Juli und August, wenn es zuverlässig heiß ist, aber in der Hochsaison gibt es viele Menschen und Staus.
Gibt man in Montenegro Trinkgeld?
Ja, üblich sind etwa 10 %. Im Preis ist das Trinkgeld selten enthalten, und Kellner bekommen meist den Mindestlohn von 600 € und leben zu einem großen Teil vom Trinkgeld.
Kann man in Montenegro Leitungswasser trinken?
Besser nicht. Das Wasser in Montenegro ist nicht schlecht, aber es kommt aus den Bergen und enthält viele Mineralsalze, deshalb kaufst du Trinkwasser am besten in Flaschen.
Kann man mit Karte zahlen, und wie viel Bargeld braucht man?
Mit Karte zahlt man fast überall, außer auf Märkten, in kleinen Läden mit hausgemachten Produkten und auf manchen Parkplätzen. Die Währung in Montenegro ist der Euro. Hab immer etwas Bargeld dabei: Abheben am Automaten einer Bank kostet etwa 3 €, an Automaten unabhängiger Betreiber etwa 6 €.
Braucht man in Montenegro ein Auto, und ist das Fahren schwierig?
Ein Auto ist sehr praktisch: Damit verbindest du Meer, Berge und Nationalparks ganz leicht. Einfach ist das Fahren wegen der Serpentinen und der rücksichtslosen Fahrer nicht, also prüf die Reifen am Mietwagen und park nur an erlaubten Stellen.
Lohnt sich Montenegro also?
Am besten gefällt Montenegro allen, die gern wandern und es ruhig mögen. Und damit die Nachteile den Urlaub nicht verderben: Fahr im September und nimm ein Auto.
Für mich ist Montenegro wohl das schönste Land der Welt. Hier ist mein Herz zu Hause, und ich staune bis heute über diese Schönheit.
Wenn von deiner Reise lebendige Fotos bleiben sollen und nicht nur Selfies, komm zu uns zum Fotoshooting. Es dauert meist etwa anderthalb Stunden an einem Ort, und wir fotografieren in der goldenen Stunde vor Sonnenuntergang. Schreib uns, dann suchen wir gemeinsam einen Ort, der zu deiner Route passt.

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