Sumosan Dukley Montenegro Wedding

Der 21. September zeigte sich in Budva von seiner heißesten Seite, obwohl der September bei uns sonst milder ausfällt als Juli und August. Und genau in dieser Hitze, direkt am Wasser, verbanden sich in einer einzigen Hochzeit zwei Kulturen und zwei Traditionen, eine jüdische und eine arabische.

Blättert durch die Bilder dieses Tages: das Fertigmachen in den Villen von Dukley, der berührende Tisch, die Porträts der Braut und der Aperitif auf der Terrasse mit Blick auf das Meer und die Altstadt von Budva, die Zeremonie auf dem Steg, das zerbrochene Glas unter Rufen von „Masel tov!“ und die schwindelerregende Hora.


Jüdisch-arabische Hochzeit am Meer in Budva: ein Tag im Sumosan (Dukley)

Das war eine Hochzeit, die gleich zwei Kulturen und zwei Traditionen zusammenbrachte, eine jüdische und eine arabische. All das an einem einzigen Tag zu vereinen war anspruchsvoll und wunderschön zugleich, und es kamen rund achtzig Gäste aus aller Welt. Ich erzähle euch, wie dieser Tag verlief, vom ersten Fertigmachen am Morgen bis zum Tanzen tief in die Nacht hinein.

Das Fertigmachen in den Villen von Dukley

Der Morgen begann in den Villen von Dukley, zwischen denen es ehrlich gesagt jede Menge Treppen gibt, sodass wir sie an diesem Tag mehr als einmal hinauf und hinunter gelaufen sind. Die Braut machte sich in ihrer Villa fertig. Zuerst haben wir die Details fotografiert, das Kleid, die Ringe, all die Kleinigkeiten, aus denen sich später die Stimmung der Aufnahmen zusammensetzt, und danach entstanden ein paar Porträts im Morgenmantel, während das Kleid noch auf seinen Moment wartete. Parallel machte sich der Bräutigam mit seinen Freunden bereit, und in der Luft lag schon diese feine Aufregung vor der Zeremonie, die man mit nichts verwechseln kann.

Der Tisch: der stärkste Moment des Morgens

Und dann kam der Tisch. Das ist eine jüdische Tradition: Vor der Zeremonie versammeln sich die Männer an einem großen Tisch, und dort erklingen Reden, Trinksprüche und traditionelle Lieder. Unterschrieben wird dabei nichts, es geht ganz um das gemeinsame Beisammensein. Für mich war das der emotionalste Teil des Morgens. Die Gäste weinten, sangen und lachten gleichzeitig, und darin lag so viel echtes Gefühl, dass man mit der Kamera in der Hand unmöglich außen vor bleiben kann.

Porträts der Braut im Kleid

Nach dem Tisch kehrte ich zur Braut zurück, jetzt im Kleid. Wir haben die Porträts ganz bewusst vor der Zeremonie und vor der großen Hitze fotografiert, solange das Licht weich und das Make-up frisch war. Das ist die beste Zeit, um in Ruhe und ohne Eile ihre Stimmung vor dem wichtigsten Moment des Tages einzufangen.

Der Aperitif auf der Terrasse

Währenddessen begann auf der oberen Terrasse der Aperitif. Nach und nach trafen die Gäste ein, griffen zu erfrischenden Getränken und genossen den Ausblick, denn von dort öffnet sich ein atemberaubendes Panorama auf das Meer und die Altstadt von Budva. Hier ließ sich der Reportagestil leicht fotografieren, lebendige Gesichter, Umarmungen, erste Begegnungen, all das, was von ganz allein passiert, während auf der Terrasse ein Saxofon live spielte.

Die Zeremonie auf dem Steg

Die Zeremonie fand direkt am Wasser statt, auf dem Steg, mit Blick auf das Meer. Wir haben die Dekoration, die gedeckten Tische und den Bogen fotografiert, auch aus der Luft mit der Drohne, damit diese warme, leuchtende Atmosphäre auch von oben erhalten bleibt. Durch die Zeremonie führte ein Freund des Paares, und dadurch wurde alles noch herzlicher. Als Erster ging der Bräutigam mit Vater und Mutter den Gang entlang, dann folgten die Kinder und die Schwestern der Braut, und erst danach erschien die Braut selbst. Das war unglaublich berührend. Während der Zeremonie gab es Scherze und Gelächter, und in einem Moment begann der Vater des Bräutigams zu singen, das war zum Lachen und zugleich zum Gänsehautbekommen. Danach tauschten die Frischvermählten die Ringe.

Das Zerbrechen des Glases und der erste Kuss

Zum Schluss zertrat der Bräutigam der Tradition folgend ein Glas mit dem Fuß, und die Gäste riefen „Masel tov!“, was so viel wie ein Wunsch nach Glück bedeutet. Das Paar wurde zu Mann und Frau erklärt, es gab den ersten Kuss, und dann verließen die beiden unter Applaus und einem ganzen Meer aus Konfetti den Ort der Zeremonie.

Am meisten ist mir der Moment in Erinnerung geblieben, als mitten in der Zeremonie plötzlich der Vater des Bräutigams zu singen begann. Das war zugleich zum Lachen und zum Gänsehautbekommen, so etwas vergisst man einfach nicht.Maria

Die Hora und der Abend am Meer

Danach haben wir Gruppenaufnahmen und Porträts der Frischvermählten zu zweit gemacht, am Bogen und auf der oberen Terrasse, im weichen Licht des Sonnenuntergangs. Der Auftritt des Paares vor den Gästen war laut und voller Freude und ging sofort in ausgelassenes Tanzen über. Und dann begann die Hora. Das ist ein Tanz, bei dem das Brautpaar und die Gäste auf Stühlen hochgehoben werden, zur schwungvollen „Hawa Nagila“, die Gäste drehen sich im Kreis, setzen sich einander auf die Schultern und springen, und der Ausgelassenheit scheint kein Ende zu nehmen. Danach folgten Trinksprüche und das Abendessen, eine kurze Pause vor der eigentlichen Party, und anschließend gab es wieder Cocktails und Tanz, diesmal zur Musik des DJs.

Zwei Kulturen an einem Tag zu vereinen, den Tisch, die Zeremonie am Wasser und die Hora am Abend, dabei hilft ein guter Hochzeitsorganisator, und so jemanden empfehlen wir euch gerne über uns. Wenn ihr eine Hochzeit am Meer plant, werft einen Blick in unseren Guide für eine Hochzeit im Sumosan (Dukley). Und wenn ihr jemanden sucht, der euren Tag von Anfang bis Ende festhält, schreibt mir: Ich, Maria, Hochzeitsfotografin in Montenegro.

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